Visitenkarten - Visitenkarten drucken
Beim Druck von Visitenkarten gibt es eine große Bandbreite an Möglichkeiten und Qualitätsstufen.
Einerseits kann man die Meinung vertreten, Visitenkarten werden sowieso nur kurz angesehen und dabei überwiegt auch noch der persönliche Eindruck des Übergebenden.
Andererseits gibt es keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Man kennt sich meist beim Austausch der Visitenkarte noch nicht, bildet aber in den ersten Sekunden dennoch seine Meinung.
Vermeiden sollte Sie allerdings eigene Ausdrucke am heimischen PC oder einem kleinen Automaten im Einkaufscenter. Denn diese sind qualitativ meist so unterdurchschnittlich, dass Sie lieber gar keine Visitenkarten hergeben.
Visitenkartendruck - das Papier
Sehr wichtig ist das Papier der Visitenkarten. Die Stärke des Papiers (bei Visitenkarten in Gramm angegeben) spiegelt maßgeblich die Wertigkeit der Karte wider. Stabile 225 bis 350g sollten Sie sich schon gönnen.
Bei der Papierqualität sollte man auf feinen Karton (Elfenbeinkarton, Diplomatenkarton) achten. Am besten keine einfachen Naturpapierkartons oder Bilderdruckpapier verwenden, wenn es Ihnen nicht um diesen etwas "roheren" Effekt geht.
Auch die Oberfläche des Papiers der Visitenkarten spielen eine Rolle. Gestrichen, also glatt und leicht glänzend, wirkt für Laien meist auf den ersten Blick schöner, für kundige Augen teilweise aber auch "billig". Mit einem Schutzlack und ausgefallener Haptik könnte man vielleicht einen guten Akzent setzen, wenn man etwas mehr ausgeben will.
Bedenken Sie, dass es auch darauf ankommt, dass die Farbe nicht abfärbt und die Oberfläche etwas schmutz- und spritzwasserabweisend ist.
Wer von der Norm abweichen will, kann auch PVC, Aluminium, Holz oder Gummi einsetzen. Im Netz gibt es dazu immer wieder Zusammenstellungen besonders kreativer Exemplare.
Visitenkartendruck - das Format
Es gibt in Europa ein übliches Maß für Visitenkarten: 85 x 55 mm (Scheckkartenformat, ISO 7810). In den USA ist beispielsweise das Format 88,9 x 54,0 mm üblich.
Da Visitenkarten üblicherweise in Visitenkartenetuis oder speziellen Mappen aufbewahrt werden, sollten die Visitenkarten nicht größer, ggf. geringfügig kleiner sein, wenn man unbedingt aus dem Rahmen fallen will. Auch könnte man anstatt des üblichen Querformates ein Hochformat wählen.
Daneben besteht die Möglichkeit die Rückseite zu bedrucken oder auch eine Faltkarte/ Klappkarte zu wählen. Faltkarten sind eher selten. Ob man die Rückseite bedrucken soll, ist eher Glaubensfrage - wie bei der Qualität eben auch. Will man Akzente setzen, macht eine farblich passende Rückseite sicherlich Eindruck.
Ansonsten werden die Visitenkarten geschnitten, runde Ecken sind möglich.
Visitenkarten - Digitaldruck oder Offsetdruck
Je nach Stückzahl und anvisierter Qualität muss man zwischen Digitaldruck und Offsetdruck entscheiden. Bei kleineren Stückzahlen von wenigen hundert Stück oder weniger ist der Digitaldruck wirtschaftlicher.
Aufpassen muss man aber, nicht bei einer Nachbestellung eine andere Druckart zu wählen. Denn das Druckergebnis unterscheidet sich allein farblich deutlich. Natürlich können wirtschaftliche Erwägungen diese optischen Unterschiede in Kauf nehmen lassen.
Visitenkarten - das Design
Bei Visitenkarten ist meist weniger mehr. Wenn Sie sich die Vorlagen vieler "Billigdrucker" ansehen, werden Sie feststellen, dass diese eher unprofessionell wirken. Cliparts und dergleichen haben auf seriösen Visitenkarten normal nichts zu suchen. Ein aktueller Trend geht allerdings dahin, ein Foto der Person abzubilden. Denn Menschen merken sich Gesichter in Verbindung mit dem Namen besser als nur den Namen.
Visitenkartendruck - der Ablauf
Vorweg macht es Sinn, sich Papiermuster zusenden zu lassen. Die Haptik kann man nur so wirklich beurteilen. Auch ein Proof vor der vollen Druckauflage (Screenproof bzw. Softproof, Paperproof) macht Sinn.
Ansonsten beim Übermitteln der Druckdaten für die Visitenkarten an die Druckerei darauf achten, dass deren Anforderungen an die Daten eingehalten sind. So sollte als Farbprofil CMYK und eine Auflösung 600 ppi genutzt werden. Als Dateiformat wird regelmäßig .tiff oder .eps erforderlich sein. Auch eine Beschnittzugabe (siehe Druckmarken) ist im Gegensatz zu Schnittmarken von wenigen Millimetern oft gefordert.
Achten Sie auch darauf, inwieweit vor allem bei Online-Druckereien Schmuckfarben für den Visitenkartendruck unterstützt werden und wie diese angelegt werden müssen.
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