Lichtdruck

Das Lichtdruckverfahren war um 1900 sehr beliebt. Es ist ein Edeldruckverfahren, das mittlerweile aus Druck-wirtschaftlicher Sicht praktisch bedeutungslos geworden ist. Lediglich als Kunstform besteht es weiter.

Lichtdruck - Die Drucktechnik

Der Lichtdruck ist ein fotomechanisches Flachdruckverfahren, das auch Halbtöne (Mischfarben) ohne Rasterung darstellen kann. Beim Flachdruck bzw. Offsetdruck werden ansonsten nur 4 Farben eingesetzt, deren Mischung mit der Überlagerung kleiner Farbpunkte optisch erreicht wird (Rasterung).

  • Auf eine flache Spiegelglasplatte wird eine Mischung aus Gelatine und Kaliumdichromat bzw. Ammoniumdichromat zweimal aufgetragen und anschließend getrocknet. Dies führt zur Lichtempflindlichkeit des Belags.
  • Mit UV-Licht wird dann ein Foto-Negativ mit Halbtönen auf die beschichtete Platte belichtet. Die Lichtstärke führt durch den Chromatanteil zu unterschiedlicher Wasserlöslichkeit der Gelatine. Dadurch folgen entsprechende Höhenunterschiede (Relief) auf der Oberfläche. Danach wird das Chromat ausgewaschen, um eine weitere Belichtung zu verhindern.
  • Die Gelatine ist je nach Lichteinfall und dadurch bewirkter Höhe verschieden ausgehärtet. Je nach Härte haftet daher die Druckfarbe besser oder schlechter. Diese Druckplatte wird dann mithilfe von Flachformzylinderpressen auf das Druckobjekt gepresst.
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