Visitenkarten - Visitenkarten drucken

Beim Druck von Visitenkarten gibt es eine große Bandbreite an Möglichkeiten und Qualitätsstufen.

Einerseits kann man die Meinung vertreten, Visitenkarten werden sowieso nur kurz angesehen und dabei überwiegt auch noch der persönliche Eindruck des Übergebenden.
Andererseits gibt es keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Man kennt sich meist beim Austausch der Visitenkarte noch nicht, bildet aber in den ersten Sekunden dennoch seine Meinung.

Vermeiden sollte Sie allerdings eigene Ausdrucke am heimischen PC oder einem kleinen Automaten im Einkaufscenter. Denn diese sind qualitativ mehrheitlich so unterdurchschnittlich, dass Sie lieber gar keine Visitenkarten hergeben.

Wegen der Kosten lohnt sich sowieso keine Eigenanfertigung. Professionelle Dienstleister bieten hier extrem günstige Konditionen, wobei man sich immer fragen sollte, ob Preis-Leistung passen. Wer will schon eine Fremdwerbung auf seiner Visitenkarte? Wem das aber nicht stört, der bekommt die Visitenkarten teilweise fast geschenkt. Hat man sich für einen Anbieter entschieden, bieten die Online-Druckereien größtenteils direkt online die Möglichkeit seine Visitenkarten erstellen zu lassen. Meistens kann man mit einem Editor und Vorlagen arbeiten. In jedem Fall sind auch druckfähige PDFs möglich, wobei man die erforderlichen Spezifikationen (Beschnittmarken usw.) einhalten sollte, die je nach Anbieter geringfügig anders sind.

Visitenkartendruck - Das Papier

Sehr wichtig ist das Papier der Visitenkarten. Die Stärke des Papiers (bei Visitenkarten in Gramm angegeben) spiegelt maßgeblich die Wertigkeit der Karte wider. Stabile 225 bis 350g sollten Sie sich schon gönnen.

Bei der Papierqualität sollte man auf feinen Karton (Elfenbeinkarton, Diplomatenkarton) achten. Am besten keine einfachen Naturpapierkartons oder Bilderdruckpapier verwenden, wenn es Ihnen nicht um diesen etwas "roheren" Effekt geht.

Auch die Oberfläche des Papiers der Visitenkarten spielen eine Rolle. Gestrichen, also glatt und leicht glänzend, wirkt für Laien meist auf den ersten Blick schöner, für kundige Augen teilweise aber auch "billig". Mit einem Schutzlack und ausgefallener Haptik könnte man vielleicht einen guten Akzent setzen, wenn man etwas mehr ausgeben will.

Bedenken Sie, dass es auch darauf ankommt, dass die Farbe nicht abfärbt und die Oberfläche etwas schmutz- und spritzwasserabweisend ist.

Wer von der Norm abweichen will, kann auch PVC, Aluminium, Holz oder Gummi einsetzen. Im Netz gibt es dazu immer wieder Zusammenstellungen besonders kreativer Exemplare.

Visitenkarten - Das Design

Bei Visitenkarten ist meist weniger mehr. Wenn Sie sich die Vorlagen vieler "Billigdrucker" ansehen, werden Sie feststellen, dass diese Werbeartikel eher unprofessionell wirken. Cliparts und dergleichen haben auf seriösen Visitenkarten normal nichts zu suchen. Wenn Sie daher Ihre Artikel selbst gestalten und beispielsweise bei spezialisierten Anbietern in Auftrag geben, achten Sie auf solche Dinge. Ein aktueller Trend geht allerdings dahin, ein Foto der Person abzubilden. Denn Menschen merken sich Gesichter in Verbindung mit dem Namen besser als nur den Namen.

 

Visitenkartendruck - Das Format

Es gibt in Europa ein übliches Maß für Visitenkarten: 85 x 55 mm (Scheckkartenformat, ISO 7810). In den USA ist beispielsweise das Format 88,9 x 54,0 mm üblich.
Da Visitenkarten üblicherweise in Visitenkartenetuis oder speziellen Mappen aufbewahrt werden, sollten die Visitenkarten nicht größer, ggf. geringfügig kleiner sein, wenn man unbedingt aus dem Rahmen fallen will. Auch könnte man anstatt des üblichen Querformates ein Hochformat wählen.

Daneben besteht die Möglichkeit die Rückseite zu bedrucken oder auch eine Faltkarte/ Klappkarte zu wählen. Faltkarten sind eher selten. Ob man die Rückseite bedrucken soll, ist eher Glaubensfrage - wie bei der Qualität eben auch. Will man Akzente setzen, macht eine farblich passende Rückseite sicherlich Eindruck.

Ansonsten werden die Visitenkarten geschnitten, abgerundete Ecken sind möglich.

Damit sind die Varianten beim Visitenkartenformat sehr begrenzt, was die Auswahl deutlich vereinfacht. Wer sich dagegen etwa ein Faltdisplay professionell erstellen und bedrucken lassen will, wird schon von den unzähligen Formaten schier überfordert. Dieses Dilemma gibt es bei den Visitenkarten nicht, wenngleich eine gut überlegte Abweichung vom 0815-Standard-Visitenkartenformat durchaus reizvoll sein könnte.

Visitenkartendruck - Der Ablauf

  1. Vorweg ist es sinnvoll, sich Papiermuster zusenden zu lassen. Die Haptik kann man nur so wirklich beurteilen. Auch ein Proof vor der vollen Druckauflage (Screenproof bzw. Softproof, Paperproof) macht Sinn.
  2. Ansonsten beim Übermitteln der Druckdaten für die Visitenkarten an die Druckerei darauf achten, dass deren Anforderungen an die Daten eingehalten sind. So sollte als Farbprofil CMYK und eine Auflösung 600 ppi genutzt werden. Als Dateiformat wird regelmäßig .tiff oder .eps erforderlich sein. Auch eine Beschnittzugabe (siehe Druckmarken) ist im Gegensatz zu Schnittmarken von wenigen Millimetern oft gefordert.
  3. Achten Sie auch darauf, inwieweit vor allem bei Online-Druckereien Schmuckfarben für den Visitenkartendruck unterstützt werden und wie diese angelegt werden müssen.

Visitenkarten - Digitaldruck oder Offsetdruck

Je nach Stückzahl und anvisierter Qualität muss man zwischen Digitaldruck und Offsetdruck entscheiden. Bei kleineren Stückzahlen von wenigen hundert Stück oder weniger ist der Digitaldruck wirtschaftlicher. Je nach Druckerei sind auch unterschiedliche Papierarten, Sonderfarben etc. möglich. Eine gute Übersicht mit Erklärungen und Empfehlungen der Druckerei helfen häufig bei der fundierten Entscheidung - im Zweifel einfach direkt nachfragen.

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